Weisheiten von Philosophen der Welt

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Die Grundlage guter Manieren ist Selbstvertrauen.

(Ralph Waldo Emerson)

Selbstvertrauen ist die Grundlage, um angstfrei, sicher und unkompliziert seinen Lebensweg zu finden und beschreiten zu können. Gute Beziehungen zu führen, in einem sozialen Netz verwoben zu sein, so dass gute Manieren fast wie von selbst gelebt werden, ohne antrainiert zu sein. Wenn gute Manieren selbstverständlich sind und nicht nur ein programmiertes Verhalten zu passenden Gelegenheiten abgerufen wird, dann haben wir es mit Menschen zu tun, die über ein gesundes Selbstvertrauen verfügen.

Die Welt gehört dem, der in ihr mit Heiterkeit und hohen Zielen wandert.

(Ralph Waldo Emerson)

Wer diese Erfahrungen in seinem Leben sammeln durfte, wird feststellen, wie Recht Emerson mit dieser Aussage hat. Es braucht nicht mehr als fröhlich seine selbst gesteckten Aufgaben und Ziele zu erreichen, dann fühlt sich die Seele wohl und man hat das Gefühl 'Die Welt gehört mir', natürlich nur symbolisch.

Im OM ruht die Welt.

(Swami Sivananda)

Im Beseeltsein ruht die Welt. Dies zu erkennen, ist die hohe Kunst im Leben. Denn nichts macht uns glücklicher, als jene Momente im Leben zu erfahren, in denen die Seele mit der äußeren Welt in Einklang ist. Wenn in uns das Lied des Lebens schwingt, man gedankenverloren sein darf. Der Stimme des Herzens folgend und ein bisschen aufmerksam sein auf das, was gerade geschieht. Im OM ruht die Welt. Mit allen Facetten.

Wir vergeben fast immer, wenn wir verstehen.

(M. J. Lermontow)

Ein kleiner Satz, der so viel bedeutet. Wie leicht sind wir geneigt, Vorurteilen nachzugeben, ja andere sogar vorzuverurteilen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, dass jedem Handeln besondere Erfahrungen zugrunde liegen. Es ist so viel leichter zu verurteilen, als zu vergeben, und bis heute wird dieses Prinzip angewandt. Dabei sollten wir unser Denken dafür verwenden, verstehen zu lernen. Warum ist der Mensch so wie er ist? Dies ist eine der Grundfragen philosophisch-kultureller Werte. Wer verstehen lernt, kann leichter vergeben und erfüllt damit den Kern eines humanistisch orientierten Weltbildes.

Sage nicht immer, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.

(Abraham Lincoln)

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, sagt der Volksmund und meint dabei etwas Ähnliches. Es ist nicht immer klug, über alles und jeden zu sprechen, was man weiß. Wichtig ist es jedoch, immer einen klaren Kopf zu haben, um die Aussagen, die man selbst trifft, jederzeit wiederholen zu können. Um keine Vorhaltungen zu bekommen, muss jeder jederzeit wissen, was er gesagt hat. Gerade bei Politikern ist diese Tugend, immer zu wissen, was man sagt, von großer Bedeutung. Wie oft hat es schon Rücktritte von Ämtern gegeben, weil jemand nicht richtig wusste, was er sagte oder nicht einschätzen konnte, welche Konsequenzen seine Aussagen haben.

Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.

(Laotse)

Wem das gelingt, wer wunschlos glücklich ist, wer nicht am Mangel von irgendwas oder irgendwem leidet, ja, dem gehört die ganze Welt, in der Art, dass diese Unabhängigkeit als größtmögliches Ziel aller Entwicklung gelebt wird.

Das beste Gebet ist Geduld.

(Buddha)

Geduld und Gelassenheit sind die beiden Tugenden, die aus der Philosophie erwachsen und erblühen. Diese beiden Lebensbegleiter müssen gehegt und gepflegt werden. Sie sollte man in seine Gebete einschließen, um sie immer nutzen zu können, wann immer sie gebraucht werden. Das gilt für alle Menschen, egal, welcher Religion oder Nation sie angehören. Das sind Weisheiten, die von Generation zu Generation mitgeteilt werden. Und die eine gewisse Übung brauchen, um Anwendung zu finden.

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

(Pearl S. Buck)

Natürlich, wenn ich im Alltagsleben nur Stress und Pflichterfüllung, nur Druck und Hamsterrad erkenne, dann wird es mir kaum gelingen, auf Dauer eine gewisse Lebensfreude empfinden zu können. Wenn es mir aber gelingt, einige Momente des Alltags mit wunderbaren Ereignissen zu verknüpfen, dann erhält mein Leben Freude und Sinn. Es gibt so viele Details im Alltag, die einem begegnen und danach rufen, festgehalten zu werden. Aufmerksam sein, an den kleinen Wundern des Lebens nicht achtlos vorbeiziehen, darin sieht die Schriftstellerin die wahre Lebenskunst. Viele werden dies bestätigen, andere müssen es noch lernen, diese Lebenskunst zu trainieren.

Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.

(Mahatma Gandhi)

Keiner kann Frieden beschließen, auch wenn es immer wieder und sicher auch in bester Absicht verfasste Friedensverträge gibt. Frieden geschieht im Leben, unter Menschen und lässt sich nicht verordnen. Das macht es so schwierig. Wenn jemand absolut keinen Frieden will, wie gehe ich dann mit dieser Situation um? Gehe ich um des lieben Friedens willen dem Konfliktherd aus dem Weg, suche mir einen neuen Weg des Friedens oder bekämpfe ich den Konfliktherd? Eine große Frage, die immer nur nach der jeweiligen Situation beantwortet werden kann und nie die einfache und schnelle Lösung parat hält. Auch heute noch wird um die richtigen Lösungen gerungen.

Der wahrhaft große Mensch ist der, der niemanden beherrscht und der von niemandem beherrscht wird.

(Khalil Gibran)

Weder anderen Menschen sagen zu müssen, wo es lang geht, noch zu denen zu gehören, die das tun müssen, was andere ihnen befehlen, führt auf direktem Weg in die Freiheit und Unabhängigkeit. Und damit ins große Lebensglück. Viele Menschen haben auf ihrem Lebensweg schon erfahren müssen, wie unbefriedigend Machtverhältnisse zwischen Menschen verlaufen, in denen es um Befehl und Gehorsamkeit geht.


Philosophen der Welt

Ralph Waldo Emerson   1803 - 1882

Amerikanischer Philosoph und Schriftsteller, der für eine weltoffene Selbstbestimmung und Unabhängigkeit in der Literatur- und Kulturszene eintritt. Durch seinen langen Aufenthalt in Europa war er geprägt von den durchaus unterschiedlichen geistig-kulturellen Strömungen in Deutschland, Frankreich und Italien. Glück ist seiner Meinung nach eine Frage des Selbstvertrauens.

Abraham Lincoln   1809 - 1865

#16. amerikanischer Präsident. Er setzte die Abschaffung der Sklaverei durch und entwickelte die USA zu einer modernen Industrie- und Weltmacht. Es wird ihm von vielen Zeitzeugen eine enorme Weisheit nachgesagt. Neben Washington und Roosevelt gilt er als der bedeutendste Präsident der USA. Seine Reden, seine Worte waren legendär und immer auf das Mitmenschliche ausgerichtet. Dass er ausgerechnet an einem Karfreitag ermordet wurde, hat die damalige Welt erschüttert.

Laotse   6. Jahrhundert v. Chr.

Chinesischer Philosoph. Er soll der Verfasser des Hauptwerks zum Taoismus sein. Er hat etwas Geheimnisvolles in seinem Werk. So soll er gesagt haben: Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten.

M. J. Lermontow   1814 - 1841

Russischer Dichter mit philosophischer Neigung. Er ist neben Puschkin einer der großen Denker seiner Zeit. Er zeigte in seinen Werken viel Gefühl, war der Romantiker seiner Zeit. Und war ein leidenschaftlicher Verfechter freiheitlicher Werte. Seine Empörung gegen die Leibeigenschaft und sein Vorwurf an den zaristischen Adel brachte ihm Verbannung ein. Dort schrieb er Romane über das Leben und schuf die Voraussetzungen für die Entwicklung des psychologisch-emotionalen Romanstils. Lermontow gilt als Begründer des russischen Realismus.

Swami Siwananda   1887 - 1963

Indischer Yoga-Meister und Lehrer des Vedanta. Er schrieb erläuternde Texte zu Bhagavad Gita, einer Art hinduistischen Bibel und ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit. Swami Siwananda war auch in den USA ein anerkannter Yoga-Meister.

Buddha   um 500 v. Chr.

Indischer Religionsstifter des Buddhismus, bürgerlicher Name: Siddharta Gautama. Buddha heißt der Erwachte. Buddha ist ein Wesen, das die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit die vollkommene Weisheit erlangt und ein unendliches jedoch distanziertes Mitgefühl mit allem Lebendigen. Das Erwachen ist tief und unergründlich wie der Ozean. Buddha erlangte die Weisheit/das Erwachen im Alter von 35 Jahren, unter einer Pappel-Feige, die heute als Bodhi-Baum, Baum der Weisheit verehrt wird. Eine interessante Religion, die immer mehr Anhänger findet.

Pearl S. Buck   1892 - 1973

Amerikanische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin. Sie lebte zeitweise in China, was einen großen Einfluss auf ihr schriftstellerisches Werk hatte. Aktiv setzte sie sich mit ihren Geschichten für Toleranz und Völkerverständigung ein. Ihre Sprache ist warmherzig und schildert detailliert die Lebenssituationen von Menschen. Besonders beliebt waren ihre Geschichten aus dem chinesischen Bauernmilieu.

Mahatma Gandhi   1869 - 1948

#Indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer und Moralphilosoph. Er war der politische und geistige Wegbereiter und Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Seine Forderungen und Ziele: Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und der Kaste der Unberührbaren. Freiheit für ein selbstbestimmtes Indien. Sein ziviler Ungehorsam und Widerstand sowie sein legendärer Hungerstreik wurden weltberühmt. 1948, ein halbes Jahr nach Ende der Kolonialmacht, fällt Gandhi einem Attentat zum Opfer.

Khalil Gibran   1883 - 1931

Libanesisch-amerikanischer Philosoph, Dichter und Maler. Sein philosophisches Denken ist geprägt von der Meinung, dass es im Leben der Menschen nur drei wichtige Spannungsfelder gibt: Das Leben, der Tod und die Liebe. Seine Arbeiten werden als Brücke der philosophischen Richtungen zwischen Orient und der westlichen Welt gesehen. Er will und kann mit seinen Worten berühren.


Ich denke, also bin ich

(R. Descartes)

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